Filme

Hier finden Sie die Besprechungen der 9 Filme des aktuellen Programms. Wenn Sie sich Besprechungen aus früheren Programmen ansehen möchten steht Ihnen unser 2803 Einträge umfassendes Filmarchiv zur Verfügung.


Alles ist gut
(D 2018, 94 Minuten, ab 12)
Die junge Janne (Aenne Schwarz) fährt zu einem Klassentreffen, quatscht mit alten Bekannten und lernt per Zufall Martin (Hans Löw) kennen. Sie verbringen einen lustigen Abend zusammen, trinken und lachen, bis Martin plötzlich mehr möchte. Janne sagt Nein, erst amüsiert, dann energischer, dann ungläubig - doch Martin holt sich, was er will. Von widersprüchlichen Gefühlen gequält, verheimlicht sie das Geschehen vor ihrer Umwelt und versucht zur Tagesordnung überzugehen. Doch dann begegnet sie Martin als ihrem neuen Kollegen wieder; der sichtlich beschämte Mann ist bereit, sich ihrem Willen unterzuordnen, verstärkt die Unsicherheit seines Opfers aber damit erst recht. Und so schleichen sich immer mehr Änderungen in Jannes Leben, nichts ist so, wie es vorher war. Der neue Job, die Beziehung zu ihrem Freund, zur Mutter, zu ihrem Chef – alles scheint miteinander verbunden zu sein, und die Verbindungen haben immer etwas mit Martin und mit dieser einen Nacht zu tun.
„Ein sorgfältig entwickeltes, von nuancierten Dialogen und komplexen Charakteren profitierendes Drama, das vor allem den Konflikt zwischen äußerer Fassade und innerer Aufwühlung nach einer sexuellen Gewalttat psychologisch genau erfasst.“ (Filmdienst)
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Astrid
(SWE 2018, 123 Minuten, ab 6)
Astrid Lindgren wächst als Tochter einer streng protestantischen Familie im südschwedischen Vimmerby auf. Sie hat für die damalige Zeit, Anfang der 1920er Jahre, viele Freiheiten, ist mutig, blitzgescheit und optimistisch, ein ziemlich temperamentvoller Wirbelwind. Nach der Schule, mit 17 Jahren, erhält Astrid eine Anstellung in der Zeitungsredaktion des benachbarten Städtchens: Sie stürzt sich voller Begeisterung in die Arbeit als Reporterin und verliebt sich Hals über Kopf in ihren Chef Reinhold Blomberg, der ebenfalls ein Freigeist ist, allerdings einer von der verheirateten Sorte. Als Astrid schwanger wird, geht sie, um einen Skandal zu vermeiden, nach Stockholm und macht eine Ausbildung als Sekretärin. Ihr Kind bringt sie in Dänemark zur Welt, da dort die Mütter, im Gegensatz zu Schweden, den Namen des Vaters nicht bekanntgeben müssen. Um Blombergs Ehescheidung zu beschleunigen und ein drohendes Strafverfahren wegen Ehebruchs gegen ihn zu vermeiden, lässt Astrid den neugeborenen Sohn Lasse bei einer Pflegemutter in Kopenhagen. Doch die Trennung von ihrem Kind erweist sich als traumatisch und so entschließt sich Astrid, gegen alle gesellschaftlichen Widerstände, ihren eigenen Weg zu gehen.
„Das Biopic über die Jugend von Astrid Lindgren und ihren holperigen Start ins Erwachsenenleben ist ein wunderschöner Film mit einer Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Allerbestes skandinavisches Erzählkino.“ (Programmkino.de)
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Colette
(GB 2018, 112 Minuten, ab 6)
Die junge Sidonie Gabrielle Colette (Keira Knightley) wächst behütet in der burgundischen Provinz auf. Sie heiratet den deutlich älteren Pariser Autor und Salonlöwen Henry Gauthier-Villars (Dominic West) und folgt ihm in die Hauptstadt. Schnell entdeckt sie, dass ihr Ehemann seinen Lebensunterhalt vornehmlich dadurch bestreitet, eine ganze Armada von Ghostwritern unter seinem Namen schreiben zu lassen. Als Henry das schriftstellerische Talent seiner Ehefrau entdeckt, überzeugt er sie, ebenfalls für ihn zu arbeiten. In ihrem Debütroman erzählt Colette die Geschichte einer selbstbewussten, jungen Frau namens Claudine. Der halb-autobiografische Roman, der unter dem Namen Henrys erscheint, avanciert zum Bestseller und beschert ihm Reichtum und Ruhm. Schnell entstehen, geschrieben von Colette, weitere Claudine-Bestseller. Als Colette sich endlich als wahre Autorin der erfolgreichen Bücher offenbaren will, stößt sie auf den erbitterten Widerstand ihres Mannes.
„Der Film ist nicht nur ein überzeugendes Biopic über die erfolgreichste französische Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts, Colette selbst taugt auch 64 Jahre nach ihrem Tod noch immer als relevante Inspiration und erstaunlich moderne Ikone.“ (Filmstarts)
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Der Junge muss an die frische Luft
(D 2018, 100 Minuten, ab 6)
Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was sowohl bei den Kunden im Krämerladen seiner Oma Änne (Hedi Kriegesgott) als auch bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter Margret (Luise Heyer) wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert und verliert ihren Geruchs- und Geschmackssinn, wodurch sie in eine tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz (Sönke Möhring) ist ratlos, aber Hans-Peter fühlt sich dadurch nur noch umso mehr angetrieben, sein komödiantisches Talent auszubauen.
Basierend auf der Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling schuf die Regisseurin & Oscar-Gewinnerin Caroline Link ("Jenseits der Stille", "Nirgendwo in Afrika") ein ebenso bewegendes wie humorvolles Drama über die Kindheit des beliebten Entertainers.
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Die Berufung
(USA 2018, 120 Minuten, ab 6)
In den 1950er Jahren sind in den USA Frauen und Männer zwar in der Theorie gleichgestellt, doch gibt es immer noch zahlreiche Bereiche, die Frauen nicht offenstehen. So dürfen sie zum Beispiel weder Polizistin noch Richterin werden – wie die junge Anwältin Ruth Bader Ginsberg (Felicity Jones) schmerzhaft erfahren muss. Nachdem sie ihr Jura-Studium in Harvard als Jahrgangsbeste abgeschlossen hat, kann sie zwar Professorin werden, aber eben nicht Richterin. Da stößt sie dank eines Hinweises ihres Mannes Marty (Armie Hammer) auf den Fall Charles Moritz: Der Mann kümmert sich aufopferungsvoll um seine kranke Mutter, erhält allerdings aufgrund seines Geschlechts nicht den eigentlich üblichen Steuernachlass. Ruth sieht ihre Chance gekommen, einen Präzedenzfall zur Gleichstellung von Frau und Mann zu schaffen.
Die spannende Filmbiografie erzählt die Geschichte der heute 85-jährigen Juristin Ruth Bader Ginsburg, die seit 1993 als erste Frau als Richterin am Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, tätig ist.
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Pettersson und Findus - Findus zieht um
(D 2018, 81 Minuten, ab 0)
Findus hüpft Tag und Nacht auf seiner neuen Matratze herum, Pettersson (Stefan Kurt) aber möchte seine Ruhe haben. Die Lösung: eine eigene Spiel- und Hüpf-Hütte für den Kater! Findus findet solchen Gefallen daran, selbständig zu sein und alleine zu wohnen, dass er gleich ganz ins Häuschen umzieht. So hat Pettersson sich das allerdings nicht vorgestellt! Muss er sein Leben jetzt etwa ohne seinen kleinen Gefährten führen?
Mit "Pettersson und Findus - Findus zieht um" endet die pfiffig-liebenswerte Leinwandtrilogie um den schrulligen Erfinder und seinen Adoptivkater, detailverliebt den gleichnamigen Kinderbüchern von Sven Nordqvist nachempfunden: "Die liebenswerte Inszenierung glänzt durch ein Höchstmaß an Detailverliebtheit, warmherzigen Humor, Einfallsreichtum und sprühende Unterhaltung." (Filmdienst)

Der Eintritt beträgt nur 4,00 EUR je Person auf allen Plätzen!

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Schindlers Liste (Wiederaufführung 25 Jahre )
Unternehmer Oskar Schindler (Liam Neeson) zieht nach Krakau, um in den Wirren des Zweiten Weltkriegs sein Glück zu machen. Er übernimmt eine enteignete Emaillefabrik, in der er aus Kostengründen nur Juden beschäftigt, die ihm langsam ans Herz wachsen. Doch die sich überschlagenden Ereignisse, gepaart mit seiner Aversion gegen die Brutalität der Nazis, wecken in dem lebenslustigen Frauenhelden einen ungeahnten Idealismus. Als "seine" Juden nach Auschwitz deportiert werden sollen, setzt Schindler Leben und Privatvermögen aufs Spiel, um sie vor dem sicheren Tod zu retten.
"Schindlers Liste" wird einmalig am 27. Januar 2019, dem Tag des Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, in technisch überarbeiteter Version erneut in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Der Eintritt beträgt im Parkett 6,00 EUR und auf dem Balkon 8,00 EUR.
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Swimming With Men
(GB 2018, 103 Minuten, ab 0)
Der Steuerberater Eric steckt in der Midlife-Crisis: Sein Job als leitender Buchhalter in der Londoner City ödet ihn an, sein Sohn betrachtet ihn als langweiligen Versager und seine Ehe mit der attraktiven Heather kriselt, seit diese in den Gemeinderat gewählt wurde. Entspannung findet Eric nur, wenn er nach der Arbeit im Schwimmbad seine Bahnen zieht. Dort lernt er sieben Männer kennen, die sich mit einer schwierigen Figur abmühen. Als Mathespezialist erkennt Eric sofort, dass die Figur nur bei einer geraden Zahl von Schwimmern funktioniert. Im Handumdrehen engagiert das Septett Eric als achten Mann. Als sich die Chance ergibt, an einer inoffiziellen Weltmeisterschaft in Italien teilzunehmen, erwacht der Ehrgeiz: Die Amateurtruppe engagiert die energische Schwimmlehrerin Susan als Trainerin. Während das Männerballett durch hartes Training immer besser wird, fasst Eric neuen Mut, sein Leben auf den Kopf zu stellen und der Welt zu zeigen, was in ihm steckt.
„Eine amüsante Feel-Good-Komödie mit knackiger Situationskomik und pointiertem Dialogwitz.“ (Filmecho) Bei den Olympischen Spielen ist Männern die Teilnahme im Synchronschwimmen verboten!
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Tabaluga - Der Film
(D 2018, 90 Minuten, ab 0)
Der kleine Drache Tabaluga lebt mit seinem besten Freund, dem Glückskäfer Bully, und seinem Ziehvater, dem Raben Kolk, im idyllischen Grünland. Es könnte alles so schön sein, doch Tabaluga will es nicht gelingen, sein Feuer zu entfachen, ohne das er sich nicht als richtiger Drache fühlt. Auf der Suche nach seinem Feuer macht er sich zusammen mit Bully auf den Weg nach Eisland. Dabei lernt er den Eisbären Limbo und die schöne Eisprinzessin Lilli kennen. Durch sie entdeckt Tabaluga die Macht der Liebe, die endlich auch sein Feuer zu entzünden vermag. Dank Lilli ist er nun stark genug, sich dem bösen Schneemann Arktos zu stellen. „Der tricktechnisch gelungene Animationsfilm überzeugt durch markante Synchronstimmen und bekannte Songs.“(Filmdienst)
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