Filme

Hier finden Sie die Besprechungen der 15 Filme des aktuellen Programms. Wenn Sie sich Besprechungen aus früheren Programmen ansehen möchten steht Ihnen unser 2880 Einträge umfassendes Filmarchiv zur Verfügung.


Capernaum - Stadt der Hoffnung
(RL/F 2018, 126 Minuten, ab 12)
Zain ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt.
"Mit großer Zugewandtheit, aber relativ nüchtern schildert das auf intensiven Recherchen beruhende Drama den ausweglosen Kampf ums Überleben. Der von einer großen Menschlichkeit getragene Film konfrontiert mit erschütterndem Elend, hält Sentimentalität wie Zynismus aber gleichermaßen auf Distanz. Ein ebenso bewegender wie kluger, weitgehend von Laienschauspielern grandios gespielter Film."(Filmdienst)
"Ein authentischer, herzzerreißender Film, den man nicht so schnell vergisst. Unbedingt sehenswert!” (ZDF heute journal)
Siegerländer Erstaufführung.
Trailer suchen


Der Junge muss an die frische Luft
(D 2018, 100 Minuten, ab 6)
Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was sowohl bei den Kunden im Krämerladen seiner Oma Änne (Hedi Kriegesgott) als auch bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter Margret (Luise Heyer) wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert und verliert ihren Geruchs- und Geschmackssinn, wodurch sie in eine tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz (Sönke Möhring) ist ratlos, aber Hans-Peter fühlt sich dadurch nur noch umso mehr angetrieben, sein komödiantisches Talent auszubauen.
Basierend auf der Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Hape Kerkeling schuf die Regisseurin & Oscar-Gewinnerin Caroline Link ("Jenseits der Stille", "Nirgendwo in Afrika") ein ebenso bewegendes wie humorvolles Drama über die Kindheit des beliebten Entertainers.
Trailer suchen


Der König der Löwen
(USA 2019, 118 Minuten, ab 6)
Als Sohn des Löwenkönigs Mufasa ist der Löwenjunge Simba der zukünftige König der Savanne. Doch Mufasas böser Bruder Scar erschleicht sich den Thron auf tückische Weise, woraufhin Simba ins Exil verbannt wird. Mit dem quirligen Erdmännchen Timon und dem lebensfrohen Warzenschwein Pumbaa findet Simba neue Freunde, die ihm helfen, unbeschwert heranzuwachsen. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los und Simba erkennt, dass er zurückkehren und den Kampf mit Scar aufnehmen muss, um seinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron zurückzuerobern.
„Inhaltlich bleibt die Neuverfilmung dem Zeichentrickfilm-Original verpflichtet und thematisiert erneut vermeintliche Schuld, die Last des Erwachsenwerdens sowie die Verantwortung für andere. Visuell überwältigt die Perfektion und Makellosigkeit der Bilder bei der detailfreudigen Animation der Tiere als auch in der Schönheit der fotorealistischen Landschaften.“(Filmdienst)
„Nicht nur eine ebenso atemberaubende wie bahnbrechende Pionierarbeit in Sachen Animationskunst, sondern zugleich auch ein wundervoll-berührendes Leinwandabenteuer!“ (Filmstarts)

Achtung: „König der Löwen“ ist erst ab 6 Jahren freigegeben und somit für jüngere Kinder verboten (auch in Begleitung der Eltern)! Außerdem dürfen Kinder unter 14 Jahren die Vorstellungen um 20.00 Uhr nicht alleine besuchen, sondern nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Da Kinos gesetzlich zur Einhaltung der Altersfreigaben verpflichtet sind, werden wir stichprobenartig Alterskontrollen durchführen.
Trailer suchen


Der Trafikant
(A/D 2018, 114 Minuten, ab 12)
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits vom Alter gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist. Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber feststellen, dass dem welt-bekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht immer noch ein großes Rätsel ist. Überhaupt gibt es Wichtigeres: Hitlers Truppen sind einmarschiert und der Jude Otto Trsnjek ist in den Kellern der Gestapo verschwunden, so dass Franz nun der neue Trafikant ist.
Mit viel Gespür für den bittersüßen, poetisch-leichtfüßigen Tonfall des Romans von Robert Seethaler erzählt Regisseur Nikolaus Leytner die anrührende Coming-of-Age-Geschichte des Provinzburschen, der viel zu schnell erwachsen werden muss.

Im Anschluss an die Vorstellung wird der Psychoanalytiker Alfred Rink den Film aus seiner Sicht interpretieren; anschließend können Film und Vortrag diskutiert werden.
Trailer suchen


Die Frau des Nobelpreisträgers
(GB 2018, 100 Minuten, ab 6)
Der Schriftsteller Joe Castleman (Jonathan Pryce) und seine Ehefrau Joan (Glenn Close) sind seit fast 40 Jahren verheiratet. Joe genießt die Aufmerksamkeit, die ihm als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller zuteilwird, in vollen Zügen die (diverse Affären inklusive). Seine Frau Joan scheint dabei mit viel Charme, einem scharfen Sinn für Humor und intelligenter Diplomatie die perfekte Unterstützung im Hintergrund. Als Joe für sein literarisches Oeuvre mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll, reisen sie gemeinsam nach Schweden. Ausgerechnet dort, kurz vor dem Höhepunkt des gemeinsamen Lebens, werden die Risse der Ehe sichtbar und Joans stoische Fassade beginnt zu bröckeln. Grund hierfür ist der Journalist Nathaniel Bone (Christian Slater), der an einer Biographie über ihren Ehemann Joe arbeitet, und der den Verdacht hegt, Joan habe einen viel größeren Anteil an dem literarischen Erfolg ihres Mannes als allgemein angenommen. „Das bittersüße Drama über die Abgründe eines Künstlerpaars skizziert so packend wie präzise die Dynamik einer kreativen Verbindung.“ (Filmdienst)
Trailer suchen


Die göttliche Ordnung
(CH 2017, 96 Minuten, ab 6)
Nora (Marie Leuenberger) ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann Hans, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier herrscht die Meinung, Emanzipation sei eine Sünde gegen Natur und göttliche Ordnung. Als Nora wieder arbeiten möchte, verweigert ihr Mann die Erlaubnis - mit Berufung auf das Ehegesetz, das die Frau dazu verpflichtet, sich um den Haushalt zu kümmern. Da platzt Nora der Kragen und sie beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer (!) abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und gemeinsam proben sie den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.
„Eine hintersinnige Tragikomödie, die auf authentischen Erlebnissen beruht … Die erfrischende, ausgesprochen unterhaltsame Lektion in Sachen direkter Demokratie erzählt nebenbei die Geschichte der sexuellen Revolution in der Schweiz." (film-dienst)

Der Eintritt kostet im Parkett 6,00 EUR und auf dem Balkon 7,00 EUR. Kaffee, Kuchen und Waffeln kosten extra. Einlass ist um 16.00 Uhr, Filmbeginn um 17.00 Uhr.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Senioren-Service-Stellen der Städte Hilchenbach und Netphen sowie der "Regiestelle Leben im Alter" der Universitätsstadt Siegen.

Trailer suchen


Fridas Sommer
(E 2017, 98 Minuten, ab 0)
Spanien 1993: in Barcelona ist es Sommer, doch für die sechsjährige Frida (Laia Artigas) ist es eine traurige Zeit. Ihre Mutter ist erst kürzlich gestorben, ihren Vater hat sie schon vor längerem verloren. Jetzt muss sich das Mädchen fernab der Heimat auch noch an ein neues Zuhause gewöhnen. Denn die Familie ihres Onkels holt sie zu sich aufs Land. Das Dasein in der Ferne und die Umstellung auf das Leben in einer fremden Familie, fallen der Sechsjährigen alles andere als leicht. Erst langsam kann sie sich etwas öffnen, was auch daran liegt, da Frida immer mehr Zeit mir ihrer Cousine Anna (Paula Robles) verbringt. Doch obwohl sich Frida bei ihrem Onkel nun immer wohler fühlt, bleibt Ihr Verhalten unvorhersehbar und launisch. Wird sie sich je voll und ganz heimisch fühlen?
"Das feinfühlige, stark autobiografisch gefärbte Drama 'Fridas Sommer' kehrt auf behutsame Weise das fragile Seelenleben eines Mädchens nach außen. Mit nachhaltigem Gespür folgt Regie-Debütantin Carla Simón der kleinen Frida bei ihrem Versuch, ihren Platz in der neuen Umgebung abseits der Heimat zu finden. Ein ergreifender, sehr sensibel umgesetzter Film, der die Geschehnisse aus kindlichem Blickwinkel schildert." (Programmkino.de)
Siegerländer Erstaufführung.
Trailer suchen


Gegen den Strom
(IS/F 2018, 100 Minuten, ab 6)
Nach außen ist Halla eine patente, liebenswürdige Frau von fast 50 Jahren, die allein lebt und als Chorleiterin arbeitet. Doch der Eindruck täuscht, denn Halla führt ein geheimes Doppelleben: In ihrer Freizeit ist sie eine Umweltaktivistin, die zielstrebig die isländischen Berge durchstreift, um Stromleitungen zu zerstören. Sie will die Natur retten, indem sie die Machenschaften von Politik und Wirtschaft bekämpft und dafür sorgt, dass der Verkauf der isländischen Aluminiumindustrie nach China gestoppt wird. Auch wenn sie der Sympathien der Bevölkerung sicher sein darf - die Obrigkeit betrachtet sie als Bedrohung. Als Halla erfährt, dass sie nach vielen Jahren der Wartezeit tatsächlich ein Kind aus der Ukraine adoptieren darf, verstärkt sie ihre Aktivitäten.
„Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie - der Film von Regisseur Benedikt Erlingsson ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthouse-Kino!“ (Programmkino.de)

Trailer suchen


Girl
(B/NL 201, 106 Minuten, ab 12)
Äußerlich sieht die 15-jährige Lara (Victor Polster) wie ein Mädchen aus. Doch unter ihrer Kleidung versteckt die Teenagerin einen Penis, der sie permanent daran erinnert, dass sie in einem männlichen Körper geboren wurde. An der Schwelle zum Erwachsenwerden sehnt sich Lara nach einer geschlechtsanpassenden Operation und will zugleich als Ballerina reüssieren. Zwei Ziele, die nicht leicht miteinander zu vereinen sind. Laras alleinerziehender Vater Mathias (Arieh Worthalter) zeigt Verständnis und zieht mit der Tochter und dem jüngerem Bruder Milo (Oliver Bodart) nach Brüssel, als Lara eine Zusage für eine angesehene Ballettschule erhält. An der Akademie steht sie als Transperson unter besonderem Druck, während Gespräche mit Medizinern und Psychologen die Operation vorbereiten.
"'Girl' nimmt sich der Herausforderungen seiner Protagonistin mit großem Verständnis und Feingefühl an. Gerade ein junges Publikum führt der Film so an das Thema Transsexualität he­ran, ohne Laras Entscheidung für eine Hormontherapie und Geschlechtsumwandlung zu vereinfachen oder zu heroisieren. Der zunehmend düstere Verlauf der Handlung weist zu Recht auf die oft fatalen Folgen des gesellschaftlichen Drucks auf Transpersonen hin." (epd Film)
Siegerländer Erstaufführung.
Trailer suchen


Gundermann
(D 2018, 127 Minuten, ab 0)
Als der zu DDR-Zeiten beliebte Musiker Gerhard Gundermann (Alexander Scheer) 1995 wieder auf Tournee gehen will, wird bekannt, dass er von 1976 bis 1985 als „Inoffizieller Mitarbeiter“ für die Stasi tätig war. Der Mann, der zwanzig Jahre als Baggerfahrer im Braunkohlewerk seiner Heimat-stadt Hoyerswerda gearbeitet hat, der sowohl überzeugter Marxist wie notorischer SED-Kritiker war, der als Musiker durchs Land reiste und zum Sprachrohr des „einfachen Mannes“ avancierte, soll ein Spitzel gewesen sein? Der Film von Regisseur Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon“) über das kurze und intensive Leben von Gerhard Gundermann (1955-1998) vermittelt ein überzeugendes Bild von der Widersprüchlichkeit des Lebens in der DDR. „Ein kluger und einfühlsamer Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte.“ (epd Film)
Siegerländer Erstaufführung.
Trailer suchen


Menashe (OmU)
(USA 2017, 83 Minuten, ab 6)
Der orthodoxe Jude Menashe (Menashe Lustig) kämpft nach dem Tod seiner Frau darum, seinen Sohn Rieven (Ruben Niborski) allein erziehen zu können. Die Voraussetzungen dafür stehen schlecht: Menashe lebt in der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in Borough Parkin Brooklyn, New York. Die dortigen Erwartungen an die Bewohner folgen einem rigiden Verhaltenskodex, alleinerziehende Väter sind nach strenger Auslegung der Thora nicht vorgesehen. Der tollpatschige Supermarktverkäufer Menashe passt auch sonst nicht recht in das konforme Bild der Gemeinde. Er ist ein klassischer Schlimasel, vergesslich und chaotisch, der den chassidischen Hut nicht trägt und seine Schläfenlocken hinter den Ohren versteckt. Mit seinem kleinen Gehalt kommt er dazu kaum über die Runden, und so bestimmt der Rabbi, dass der Sohn Rieven besser bei der Familie des Onkels aufwächst - solange bis Menashe wieder heiratet und sein Leben in geordnete Bahnen führt.
Regisseur Joshua Z. Weinstein ist es mit viel Geduld gelungen, mitten in der chassidischen Gemeinde zu drehen und alle Rollen mit Haredim zu besetzen. Mit dokumentarischer Präzision hält sein Film das Leben in der Enklave fest: Er erforscht die Menschen und ihr Leben; Rituale und Feiern sind ebenso präsent wie die Gewohnheiten und Lebensumstände der Haredim, von denen heute noch etwa 200.000 in Brooklyn/New York leben, als größte chassidische Gemeinschaft außerhalb Israels. Der Film wurde komplett in jiddischer Sprache gedreht – und für deutsche Ohren ist die Sprache tatsächlich ziemlich gut zu verstehen, obwohl die jiddisch-jüdische Kultur in Deutschland mehr als 70 Jahre nach dem Holocaust kaum mehr präsent ist. Es ist ein merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass diese Sprache einmal Teil der deutschen und europäischen Kultur war.
„Die leise, warmherzige Komödie mit extrem dokumentarischem Charakter erzählt authentisch von einer in sich geschlossenen Gemeinschaft: eine kleine, abgeschottete Welt für sich in der tobenden, lauten Metropole New York. Dies und eine anrührende, tragikomische Geschichte machen den komplett auf Jiddisch gedrehten Film spannend und sehenswert. ‘Menashe‘ ist bei allem Willen zur höchstmöglichen Authentizität nicht nur ein interessantes Zeitdokument, sondern vor allem eines: eine sehr warmherzige, tragikomische Geschichte.“ (Programmkino.de)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
Trailer suchen


Shoplifters - Familienbande
(JP 2018, 122 Minuten, ab 12)
Irgendwo am Rande von Tokio: Nach einer erfolgreichen Diebestour treffen Osamu Shibata und sein Sohn Shota auf das kleine, verwahrloste Mädchen Yuri. Kurzerhand tut Osamu das, was er am besten kann - er “stibitzt” Yuri und nimmt sie für eine warme Mahlzeit mit nach Hause. Die anfänglichen Bedenken seiner Frau Nobuyo über das neue Familienmitglied sind schnell verflogen. Auch Großmutter Hatsue und Halbschwester Aki heißen Yuri in der Enge ihrer Behausung willkommen. Um-geben von anonymen Wohnblöcken lebt die kleine „Familie“ mithilfe von kleinen Betrügereien, Ladendiebstählen und trotz widriger Umstände glücklich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem ein unvorhergesehener Vorfall bisher gut geschützte Familiengeheimnisse enthüllt.
„Das humorvolle Drama malt mit großer Einfühlsamkeit, aber ohne jeden Armutskitsch das Modell einer auf Zuneigung gründenden Familie aus, die gemeinsam den Härten des Daseins trotzt.“ (Filmdienst) „Ein berührendes Lehrstück in Humanismus und Nächstenliebe - ganz ohne Zeigefinger oder moralinsaure Predigt.“ (Programmkino.de) Der japanische Premierminister weigerte sich, dem Regisseur Hirokazu Kore-eda zum Gewinn der „Goldenen Palme“ zu gratulieren, da er die ungeschönte Darstellung vom Leben am Rande der japanischen Gesellschaft unangemessen fand. Die Kinogänger sahen das allerdings anders und bescherten dem Drama das beste Kassenergebnis eines japanischen Films im Jahr 2018!
Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde „Shoplifters“ mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und gewann bei den Japanese Academy Awards in gleich 8 Kategorien (u.a. Bester Film & Beste Regie)! Außerdem war „Shoplifters“ bei den Golden Globes sowie beim Oscar als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert, verlor aber in beiden Fällen gegen „Roma“ von Alfonso Cuarón.
Trailer suchen


Styx
(D 2018, 95 Minuten, ab 12)
Auf einem Segeltörn von Gibraltar Richtung Südatlantik trifft die deutsche Ärztin Rike (Susanne Wolff) mit ihrer Yacht auf ein havariertes, überladenes Flüchtlingsschiff. Mehrere Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, muss Rike eine folgenschwere Entscheidung treffen.
„Ein beeindruckendes, in seiner Konsequenz auch beklemmendes Drama, das die aktuelle Flüchtlingskrise auf einen moralischen Konflikt herunterbricht, für den es keine Lösung gibt.“ (Programmkino.de) „Der richtige Film zur rechten Zeit!“ (Süddeutsche Zeitung)
Trailer suchen


Wir sind Juden aus Breslau
(D 2016, 113 Minuten, ab 12)

Siegerländer Erstaufführung.
Trailer suchen


Wunder
(USA 2017, 114 Minuten, ab 0)
August Pullmann (Jacob Tremblay) ist zehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern Isabell (Julia Roberts) und Nate (Owen Wilson), sowie seiner etwas älteren Schwester Olivia (Izabela Vidovic) in New York. Auggie wurde mit einem genetischen Defekt geboren, der vor allem im Gesicht zu Fehlbildungen führt. 26 Operationen hat Auggie zwar schon hinter sich, “normal” sieht er dennoch nicht aus, weswegen er bislang von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wurde und sich nur im Schutz eines Astronauten-helms in die Öffentlichkeit wagte. Doch nun soll er eine reguläre Schulklasse besuchen; Auggie nimmt all seinen Mut zusammen und beschließt, sich den Abenteuern zu stellen, die das Leben für einen so außergewöhnlichen Jungen wie ihn bereithält.
„Ein aufrichtiger und wichtiger Appell für mehr Toleranz und Feingefühl im Umgang mit von der Natur Benachteiligten, der geschickt zwischen Ernst und Humor angesiedelt ist und mitunter das Geschehen auch aus den Blickwinkeln der anderen beobachtet.“ (filmdienst.de)

Der Eintritt kostet im Parkett 6,00 EUR und auf dem Balkon 7,00 EUR. Kaffee, Kuchen und Waffeln kosten extra. Einlass ist um 16.00 Uhr, Filmbeginn um 17.00 Uhr.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Senioren-Service-Stellen der Städte Hilchenbach und Netphen sowie der "Regiestelle Leben im Alter" der Universitätsstadt Siegen.

Trailer suchen


Druckversion