Gundermann

(D 2018, 127 Minuten, ab 0)

Als der zu DDR-Zeiten beliebte Musiker Gerhard Gundermann (Alexander Scheer) 1995 wieder auf Tournee gehen will, wird bekannt, dass er von 1976 bis 1985 als „Inoffizieller Mitarbeiter“ für die Stasi tätig war. Der Mann, der zwanzig Jahre als Baggerfahrer im Braunkohlewerk seiner Heimat-stadt Hoyerswerda gearbeitet hat, der sowohl überzeugter Marxist wie notorischer SED-Kritiker war, der als Musiker durchs Land reiste und zum Sprachrohr des „einfachen Mannes“ avancierte, soll ein Spitzel gewesen sein? Der Film von Regisseur Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon“) über das kurze und intensive Leben von Gerhard Gundermann (1955-1998) vermittelt ein überzeugendes Bild von der Widersprüchlichkeit des Lebens in der DDR. „Ein kluger und einfühlsamer Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte.“ (epd Film)
Siegerländer Erstaufführung.
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